Unser Beitrag in der März-Ausgabe des Gemeindeblatts „Oststeinbek Aktuell“
Großer Andrang bei der Zukunftsmesse im Bürgersaal
Am 9. Februar hatten wir unter dem Titel „Energiewende selbstgemacht – Potenziale und Chancen vor Ort“ in den Bürgersaal eingeladen – und waren überwältigt vom großen Andrang: Rund 100 Interessierte waren gekommen, um sich bei Livemusik der Gruppe NOY an Messeständen von ADAC, ADFC, dem E-Werk Sachsenwald, dem Oststeinbeker Solateur Hanse Photovoltaik GmbH und dem Heizungsbauer Schröder & Sohn aus Bergedorf zu informieren. Andere ließen sich über Investitionsmöglichkeiten und Genossenschaftsmodelle der Bürgerenergie Bille eG beraten oder erkundigten sich im Live-Chat mit der Hochschule Ansbach über Energie-Management-Systeme.
An mehreren der insgesamt sieben Info-Ständen standen Besucher:innen Schlange, um mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen, Fragen und Anliegen zu äußern, sich individuell beraten zu lassen und selbst Teil der Energiewende zu werden. Die Messebesucher:innen tauschten sich über Elektroautos, -fahrräder, Photovoltaik, Speicherlösungen und Smart Meter aus.
Bei der Planung der Veranstaltung fühlten wir uns einem Kernpunkt unseres Wahlprogramms verpflichtet, mit dem wir uns vor drei Jahren als neu gegründeter Ortsverband an die Menschen in Oststeinbek und Havighorst gewandt haben:
„Bürger:innen gestalten mit“
Nach kurzen Grußworten unserer Landtagsabgeordneten Ulrike Täck eröffnete Felix Goldbach, Experte für ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit, die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag, in dem er mit statistischen Daten eindrucksvoll Vorurteile zur Energiewende widerlegte. Dabei zeigte sich, dass man völlig ideologiefrei argumentieren kann, wenn man seriös auf die wirtschaftliche Komponente erneuerbarer Energien blickt.
Wir freuen uns über die Teilnahme von derart vielen Bürger:innen aus Oststeinbek und Umgebung, von Mitgliedern der anderen Fraktionen und von unserem Bürgermeister. Wir können den Abschlusssatz unseres Wahlprogramms von 2023 nur wiederholen:
Lasst uns Oststeinbek gemeinsam gestalten!
Gemeinsam wollen wir auch das Thema Wohnraum in Oststeinbek vorantreiben. Dazu bietet sich das als B-Plan 45 bekannte Gelände nördlich des Breedenwegs an. Nach jahrelangem Stillstand zeichnet sich nun Bewegung ab. Der Bebauungsplan, der zuletzt wegen ungeklärter Entwässerung auf Eis lag, könnte in nicht allzu ferner Zukunft beschlossen werden. OWG, SPD und Grüne sind weitgehend einig. Die Gemeinde soll das Gelände kaufen. Strittig ist der Preis. Erste Gespräche mit dem Eigner Hildebrand und dem Projektentwickler Bauland GmbH haben stattgefunden, erstmal soll ein Entwässerungsgutachten vorgelegt werden.
Wir Grünen sind der Meinung, dass in Oststeinbek dringend bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden muss. Mindestens 30 Prozent Wohnungen sollen erschwinglich, also staatlich gefördert oder nach einem Genossenschaftsmodell organisiert sein. Die Idee ist, dass die Wohnkosten nicht mehr als ein Drittel des Haushaltsnettoeinkommens ausmachen.